Braunkohleförderung am Himmelsberg


 
Der völlig zusammengefallene Schachteingang ist nicht mehr zugänglich


In nordwestlicher Richtung von Giesel erhebt sich der hohe Himmelsberg. Unter dem Basaltgestein vulkanischen Ursprungs aus frühgeschichtlicher Zeit lagert in geringen Tiefen Braunkohle. Der Abbau dieses Braunkohlevorkommens soll schon einmal vor 1900 durchgeführt worden sein. Der zweite Versuch wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vorgenommen. Man stellte aber sehr bald fest, dass diese Braunkohle noch einen zu geringen Heizwert hat. Man sagte, diese Kohle sei noch tausend Jahre zu jung.

Im Jahre 1919 verunglückte der l6jährige Eduard Heil beim Ein fahren durch Gase tödlich (Wetterkontrolle: Einfahrt mit einer Lampe mit offener Flamme).

1920 wurde diese Schachtanlage dann endgültig geschlossen. Mann kann heute noch den Schachteingang und die Abraumhalde sehen, die in den vergangenen 60 Jahren mit großen Bäumen wieder bewachsen ist. Der Schachteingang ist zusammengefallen und ein Einstieg nicht mehr möglich. Im Jahre 1980 wurde das gesamte Himmelsberggebiet als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

In jüngster Zeit werden wieder Vermutungen laut, dass im Vogelsbergraum große Kohlen- und Gasvorkommen lagern könnten.


Geförderte Braunkohle aus dem Himmelsberg.
links: hier kann man noch ganz genau die Faserung des Holzes erkennen;
mitte: auch hier ist der Grundstoff Holz noch feststellbar aber schon viel weiter zur Braunkohle hin gewandt; 
rechts: hier ist keine Holzfaserung mehr erkennbar. Die Kohle ist schon sehr hart und schichten förmig auf gebaut, sie fühlt sich sehr fettig und ölig an (Fett oder Speckkohle).